Stromversorgung für die Computerperipherie

ein oft übersehenes Problem

mein Computer hat ja allerhand Peripherie, und für jedes Peripherieteil braucht es eine eigene Stromversorgung.

Und in aller Regel wird für jedes Peripherieteil ein eigenes Steckerladegerät mitgeliefert.

Und nun war es so, daß gerade ein solches Steckerladegerät einfach nur Unmengen an QRM (also statischen Müll) produziert hat, das wiederum ein anderes Peripheriegerät - das gute alte WiNRADiO G303e - gestört hat. Und dazu noch Hochspannung 100V auf Masse, was ganz schön gebrizzelt hat, wenn man an ein Masseteil des Computers gekommen ist.

Áußerdem ist es ja so, daß ich mittlerweile ganz schön viele Peripheriegeräte benutze, als da wären:

- USB Hub 8-fach (ein Port ist schon durchgebrannt, eine eigene Story, das), 5V
- BitScope Pocket Analyzer (1-Kanal-Oszilloskop 25 MHz), 12V
- WiNRADiO G303e, 12V
- Magnetic-Loop-Antenne AOR LA390 (für WiNRADiO), 12V

Dazu nutze ich noch eine externe Lade- und Audiostation für mein iPhone, die läuft auch auf 12V.

Und ich habe zwei Blei-Gel-Batteriepacks, die man am besten ebenfalls immer auf 12V lädt, jeweils mit einem großen Vorwiderstand, versteht sich, damit der Strom begrenzt wird, was gut für die Lebensdauer der Batterien ist.

Also, lange Rede, kurzer Sinn. Ich habe zwei alte Stromversorgungen ausgegraben. Eine für 13.8V und die andere für 5V. Die Erstere ist von Philips, eine alte PS843. Die 5V-Stromversorgung ist 30 Jahre alt, aus meiner Kindheit. Selbstgebaut.

Nun betreibt die selbstgebaute 5V-Stromversorgung meinen USB-Hub, wo sie auch den Zusatzakku meines iPhone lädt.

Das alte Philips PS843, es liefert maximal 2A, ist für den Rest zuständig. Ich betreibe es auf 13,8V. Der große Batteriepack mit 16Ah wird mit einem Vorwiderstand von 80 Ohm betrieben und das kleine Batteriepack mit 1,2Ah hat einen Vorwiderstand von 180 Ohm.

Und nun war das Problem das Folgende: Das PS843 hat nur zwei Kabel als Ausgang, eins für Ladung und eins für Stromversorgung. Im Inneren sind zwei Schaltungen dafür vorgesehen. Die eine Schaltung konnte man auf 13,8V regeln, die andere war irgendwo bei 17V. Insgesamt ist das PS843 schon in Ordnung, es hat einen schönen dicken Trafo. Da gibt es keine störende HF wie bei einem Schaltnetzteil.

Also habe ich es reduziert auf die eine Schaltung, die auch mehr Leistung bereitstellt.

Ein Zusatzgehäuse für die beiden Ladestränge hinten an den riesigen Kühlkörper geschraubt, darin die beiden Widerstände angebracht. Dicke Oschis.

Nur noch ein Problem. Wie schließt man die vielen Zusatzgeräte an.

Ich habe mir zuerst überlegt, alles mit Bananenstecker zu machen. Sehr aufwendig und teuer, ein Overkill für meine kleinen Peripherieanwendungen.

Dann habe ich auf meinem Schrottplatz vier Stereo-Lautsprecher-Buchsen gefunden. Das Ganze in eine Kartonschachtel eingebaut, in der einmal ein Kugelschreiber untergebracht war, ein Werbegeschenk der Kanzlei OneLegal aus Singapore. Zwischen den Buchsen und dem Deckel der Schachtel habe ich dick Heißkleber aufgebracht. Von unten mit schönen dicken Kupferdrähten aus meinem Schrottplatz verdrahtet, das gibt zusätzliche Stabilität. Und die Zuleitung mit einem dicken Knoten versehen, der ebenfalls dick mit Heißkleber festgeklebt wird. Nach dem erfolgreichen Durchmessen habe ich den Boden der Schachtel mit Heißkleber in den Deckel eingeklebt.

Die nachfolgenden Photos zeigen ein paar Details.

Es funktioniert prima und ist echt einfach zu bedienen.

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Bilder von der neuen Verteilerschiene

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Aktualisierung: 2011/06/27 - 17:52
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