programmierbare Briefmarken

eine Alternative zu µ-Controllern?

Seit Jahren plane ich schon, einen PIC-Programmierer in Betrieb zu nehmen aber nie funktioniert es. Ich habe schon drei Anläufe genommen.

Ich habe mir ja ein Experimentierboard zugelegt und einen Programmierer und allerhand Controller-Rohlinge. Aber dann ging es los. Die IDE installieren, die ist superkompliziert. Und dann habe ich ja niemanden zum Fragen. Also mache ich dann eine halbe Stunde vor mich hin und dann hängt das Projekt wieder zwei Wochen. An der Uni bin ich dann immer mit meinem Listing zur Programmierberatung gegangen und die haben mir dann aus der Klemme geholfen. Nur, so einfach ist das heute nicht mehr. Es gibt zwar Foren im Internet, aber es geht nichts über eine Hotline. Die hat mir mein Freund Mauricio aus Argentinien geboten, nur war der wegen der Zeitverschiebung immer gerade nicht erreichbar.

Mein Freund Jan hat immer nur gelacht. Zurecht, wie ich annehme, aber weiter hat mir das auch nicht geholfen. Er arbeitet ja als Programmierer, da kann man davon ausgehen, daß er das einfach so hinbekommt.

Jetzt hat er mir den Arduino vorgeschlagen, so eine programmierbare Briefmarke.

http://www.arduino.cc

Interessantes Konzept. Ein Atmel µ-Controller auf einer Platine mit einer Entwicklungsumgebung, die für die wesentlichen Steuerungsaufgaben Spezialbefehle vorsieht.

Alternativen sind wohl:

Parallax Basic Stamp
http://www.parallax.com/

Netmedia's BX-24
http://www.basicx.com/

Phidgets
http://www.phidgets.com/

MIT's Handyboard
http://www.handyboard.com/

Was ich mich frage ist folgendes. Ich wollte ja Microcontroller programmieren, damit ich schnelle Meßaufgaben erledigen kann. Ich wollte eigentlich einen Frequenzzähler haben, der bis 30MHz geht, zum Radiobasteln. Der könnte dann gleich auch verschiedene Bedienungsaufgaben am Radio übernehmen und andere Messungen machen, z.B. Versorgungsspannung messen, SWR messen, Leistungsmessung, er könnte eine Relaisumschaltung machen für verschiedene Filter, CW keying bereitstellen, ja sogar CW-Erkennung wäre drin. Wegen der Frequenzmessung muß der Microcontroller schnell sein, je schneller, je lieber.

Dem steht so eine programmierbare Briefmarke aber entgegen. Die sind höchstens mit ein MHz getaktet.

Warum kann man nicht einfach mit der IDE von Microchip so arbeiten wie mit einer programmierbaren Briefmarke? Warum gibt es kein Standardset von Routinen, mit denen man Dinge erreichen kann wie bei einer programmierbaren Briefmarke? Es ist doch alles da? Warum muß ich mir einen LCD-Routinensatz selbst programmieren? Den braucht doch jeder Programmierer. Und wieso kann man die IDE nicht in einen Idiotenmodus einstellen, in dem man nur die wichtigsten Knöpfe hat, die man unbedingt braucht? Ich habe mal aus Versehen das Debugger-Fenster meiner PIC-IDE weggeklickt und es hat drei Wochen gedauert, bis ich herausgefunden habe, wie man es wieder angezeigt bekommt.

Na, wie dem auch sei, ich probiere jetzt erst einmal mit dem Arduino aus und dann kann ich mich ja wieder der PIC-Programmierung zuwenden.

 

 

 

 

und ein Update von der Briefmarkenfront:

es spricht eigentlich alles für einen AVR
http://www.mikrocontroller.net/topic/112905
http://www.mikrocontroller.net/topic/112916

hier ein lustiges Projekt mit einem LCD am Arduino, der scheint sehr einfach zu programmieren zu sein:
http://www.ladyada.net/learn/lcd/charlcd.html

 

Mein Freund Jan meint noch: "Wenn Du ein bisschen spielen willst, es gibt hier das brilliante AVR-Studio, mit dem man durchaus anfangen kann schon mal zu entwickeln. Es enthaelt einen hervorragenden Simulator, der auch einiges an externer Hardware (z.B. Displays) simulieren kann, so dass man auch ohne CPU schon mal sehen kann, wie die Software laufen kann. Man kann auch den GCC-Compiler fuer C integrieren.

http://www.atmel.com/dyn/products/tools_card_mcu.asp?tool_id=2725 "

Aktualisierung: 2010/03/16 - 15:25
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